Krankenversicherung wechseln
Drum prüfe, was sich ewig bindet...
 

Beim Wechsel in die PKV nicht das erstbeste Angebot nehmen

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Feb/12
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Jeder, der einen Wechsel in PKV in Erwägung zieht, sollte sich bei der Wahl des Anbieters gut informieren. Leider kann sich ein auf den ersten Blick günstiges Angebot, letztendlich als viel zu teuer entpuppen.

Wenn eine PKV mit extrem günstigen Beiträgen wirbt, sollten bereits alle Alarmglocken angehen, denn häufig bedeutet dies, dass der Selbsterhalt viel höher ist als normal. Wer dann häufig krank ist oder sogar an einer chronischen Krankheit leidet, zahlt schließlich mehr Selbsterhalt, als der günstige Beitrag einspart. Ein Krankenkassenwechsel geschieht doch in der Regel, weil das Mitglied als Privatpatient einige Vorteile haben möchte. Wird nun aber ein Billigtarif beim Wechsel in PKV gewählt, bleiben gerade diese Vorteile oft auf der Strecke, denn häufig können diese Tarife nur gewährt werden, in dem bei den Leistungen gespart wird. So werden dann etwa Arztrechnungen oder die Kosten für einen Klinikaufenthalt nur noch zu Dreiviertel, in einigen Fällen sogar nur zur Hälfte bezahlt. In vielen Fällen fallen bei Billigtarifen auch noch Vorteile wie freie Arztwahl, Chefarztbehandlung oder sogar die Kostenübernahme für Zahnbehandlungen ganz weg. In diesem Fall macht ein Wechsel in PKV eigentlich auch gar keinen Sinn mehr, da ja die Vorteile gegenüber einer gesetzlichen Krankenkasse nicht mehr gegeben sind.

Aber auch bei günstigen Einsteigertarifen ist Vorsicht geboten, da diese oft nur als Köder für Kunden gedacht sind, die nicht ganz so zahlungsstark sind. Oft kommt es dann aber vor, dass diese Mitglieder irgendwann nicht mehr in der Lage sind, ihre Beiträge zu bezahlen, was dann in Form von saftigen Beitragserhöhungen, wiederum auf alle Versicherten umgelegt wird. Doch auch wenn die Versicherer verpflichtet sind, ihren Mitgliedern in diesem Fall ein günstigeres Angebot anzubieten, lohnen sich diese oft nicht wirklich und der Privatpatient muss sich selbst auf die Suche nach Alternativen machen.

Wer in die private Krankenversicherung wechseln will oder aufgrund von Tariferhöhungen eine Alternative sucht, sollte sich immer einen Spezialisten suchen, damit sich der Krankenkassenwechsel am Ende auch wirklich lohnt.

Wer einen Wechsel in PKV in Erwägung zieht, aber schon lange bei seiner privaten Versicherung Mitglied ist, riskiert den Verlust seiner bereits gebildeten Altersrückstellungen, weshalb dieser Schritt sehr gut überlegt werden sollte. Da die Versicherungspflichtgrenze mittlerweile auf 50.850 Euro angehoben wurde, haben Privatpatienten mit einem niedrigeren Jahreseinkommen nun die Möglichkeit, wieder in die GKV zu wechseln oder alternativ von der Versicherungspflicht ganz befreien zu lassen. Bei einer Befreiung ist es allerdings ausgeschlossen, jemals wieder in die GKV zurückzukehren, weshalb diese Option wirklich nur als letzter Schritt in Erwägung gezogen werden sollte.

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