Krankenversicherung wechseln
Drum prüfe, was sich ewig bindet...
 

Wegen steigender Beiträge in private Krankenversicherung wechseln

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Feb/12
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Da die gesetzlichen Krankenkassen so stark überlastet sind, ist abzusehen, dass ihnen das Geld aus dem Gesundheitsfonds in kürzester Zeit ausgehen wird. Dann ist damit zu rechnen, dass sie die Kopfpauschalen einsetzen werden und spätestens dann, werden wohl viele Mitglieder über einen Wechsel in die PKV (private Krankenversicherung) nachdenken.

Die Lebenserwartung der Menschen steigt von Jahr zu Jahr und damit auch die Arzneimittelkosten, dies ist auch der Grund, warum die Krankenkassenbeiträge seit einiger Zeit ständig steigen und auch in diesem Jahr wieder um einiges teurer werden. Unser Gesundheitsminister Philipp Rösler, der ja selbst Arzt ist, will dies nicht länger hinnehmen und sagt deshalb der Pharmaindustrie den Kampf an. Durch sein Wissen, welches er als promovierter Arzt nun einmal besitzt, könnte er das kränkelnde Gesundheitssystem vielleicht sogar wieder in den Griff bekommen, so die Hoffnungen von allen Seiten. Mittlerweile ist es doch so, dass sich die Beiträge der GKV und PKV kaum noch unterscheiden, weshalb viele gesetzlich Versicherte auch über einen Krankenkassenwechsel nachdenken.

Um die Pharmaindustrie zum Umdenken zu bringen, fordert Rösler strengere Prüfungen bei neu auf den Markt gebrachten Medikamenten. Während die Arzneimittelhersteller zurzeit noch ihre Preise gestalten können, wie es ihnen beliebt, soll dies in Zukunft strenger überwacht werden. Doch nicht nur die Pharmaindustrie steht im Fokus des Gesundheitsministers, denn auch die Krankenkassen sollten sich doch mehr bemühen, Zusatzbeiträge für ihre Mitglieder zu vermeiden, sonst werden sie diese bald verlieren, da sie sonst in private Krankenversicherung wechseln werden. Wenn die Beitragskosten sich nämlich sowieso nicht mehr unterscheiden, werden sie einen Krankenkassenwechsel schon wegen der breiteren Leistungspakete öfter in Betracht ziehen. Wer in private Krankenversicherung wechseln will, tut dies sicher wegen der Vorteile, wie etwa freie Arztwahl, Übernahme alternativer Heilverfahren, bevorzugte Behandlung als Privatpatient etc. scheut sich meist nur wegen der evtl. höheren Beiträge, was nun ja nicht mehr gegeben ist.

Doch auch wenn Röslers Forderungen durchaus ambitioniert sind, werden auch Kritiken laut, denn seine Forderung zur Verlängerung der Ausnahmegenehmigungen zur Weitergabe von Patientendaten, etwa an private Dienstleister, verstößt sogar gegen das Gesetz. Wie das Bundessozialgericht in Kassel bereits urteilte, dürfen Vertragsärzte und Kliniken keine Patientendaten an private Dienstleistungsunternehmen weiterleiten, denn der Schutz privater Patientendaten, muss immer über Outsourcing und Einsparpotenzialen stehen.

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